Cold Brew vs. Flash Brew – Zwei coole Kaffeearten im Vergleich
Die Kaffeewelt entwickelt sich ständig weiter, und neben altbewährten Klassikern wie Espresso oder Filterkaffee treten immer wieder neue Zubereitungsformen auf den Plan. Zwei davon erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit: Cold Brew und Flash Brew Coffee. Beide gelten als ideale Sommergetränke für Kaffeeliebhaber, doch sie unterscheiden sich stark in Geschmack, Zubereitung und Wirkung. In diesem Beitrag erfährst du alles Wissenswerte zu beiden Methoden, inklusive Tipps, Tricks und Empfehlungen – damit du entscheiden kannst, welche Variante zu deinem Geschmack und Lebensstil passt.
Was ist Cold Brew Coffee?
Cold Brew steht für kalt extrahierten Kaffee. Anders als bei klassischen Brühmethoden kommt das Kaffeepulver bei dieser Methode nicht mit heißem Wasser in Berührung. Stattdessen wird grob gemahlener Kaffee über viele Stunden in kaltem Wasser extrahiert. Üblicherweise beträgt die Ziehzeit 12 bis 24 Stunden.
Besonderheiten von Cold Brew
Der lange Extraktionsprozess in kaltem Wasser bringt besondere Vorteile mit sich. Zum einen schmeckt der Kaffee weniger bitter, da hitzeempfindliche Säuren und Gerbstoffe nicht herausgelöst werden. Zum anderen enthält Cold Brew oft mehr Koffein als herkömmlich gebrühter Kaffee, was ihn zu einem echten Wachmacher macht. Außerdem überzeugt das Getränk durch seine samtige Textur und ein leicht schokoladiges Aroma.
So gelingt die Zubereitung
Du brauchst lediglich grob gemahlenen Kaffee (am besten Arabica-Bohnen), kaltes Wasser und ein Gefäß mit Deckel. Als Mengenverhältnis eignet sich ein Verhältnis von etwa 1:8 – beispielsweise 100 Gramm Kaffee auf 800 Milliliter Wasser. Nach dem Einrühren lässt man die Mischung idealerweise über Nacht im Kühlschrank ziehen, filtert anschließend das Kaffeepulver heraus und erhält ein Cold-Brew-Konzentrat, das pur mit Eiswürfeln oder mit Wasser, Milch oder Pflanzendrinks verdünnt getrunken werden kann.
Was ist Flash Brew Coffee?
Flash Brew, auch bekannt als Japanese Iced Coffee, ist eine moderne Brühmethode, bei der heiß aufgebrühter Kaffee sofort über Eis gegossen wird. Diese Methode vereint das Beste aus zwei Welten: das volle Aroma von heiß gebrühtem Kaffee und die erfrischende Kühle eines sommerlichen Getränks.
Besonderheiten der Flash Brew Methode
Der große Vorteil dieser Methode ist die Frische und das intensive Aromaprofil. Durch das Aufgießen mit heißem Wasser entfalten sich die feinen Geschmacksnuancen der Bohne – fruchtige, florale oder karamellige Noten treten deutlich hervor. Das Schockkühlen durch das Eis verhindert eine bittere oder überextrahierte Geschmacksentwicklung, wie sie bei herkömmlichem Eiskaffee auftreten kann.
Zubereitungstipps für besten Geschmack
Für die Flash Brew Methode benötigst du frisch gemahlene Kaffeebohnen (mittlere Röstung), heißes Wasser (am besten 92–96 °C), einen Handfilter (z.B. Hario V60 oder Chemex) und Eiswürfel. Der zentrale Unterschied zur normalen Filterzubereitung liegt in der Wassermenge: Ein Teil des gesamten Wassers wird durch Eis ersetzt. Bei 500 Millilitern Gesamtmenge empfiehlt sich beispielsweise 300 Milliliter heißes Wasser und 200 Gramm Eis. Der heiße Kaffee tropft direkt auf die Eiswürfel, kühlt rasch ab – und kann sofort genossen werden.
Cold Brew vs. Flash Brew – Was sind die Unterschiede?
Obwohl beide Zubereitungsarten erfrischende Kaffeekreationen hervorbringen, unterscheiden sich Cold Brew und Flash Brew erheblich in Aromen, Zeitaufwand und Koffeingehalt – hier ein Überblick im Vergleich:
Zubereitungszeit und Aufwand
Cold Brew benötigt bis zu 24 Stunden Ziehzeit. Selbst wenn kaum Aufwand entsteht, musst du frühzeitig planen, wann du deinen Kaffee trinken möchtest. Flash Brew dagegen lässt sich innerhalb weniger Minuten zubereiten – ideal für spontane Entscheidungen.
Aromaprofil
Cold Brew entwickelt ein mildes, rundes Geschmacksbild mit deutlicher Süße und wenig Säure – besonders geeignet für Liebhaber schokoladiger oder nussiger Kaffeesorten. Flash Brew bewahrt hingegen komplexe Aromen, gerade bei fruchtigen Spezialitätenkaffees, und überzeugt durch ein lebendigeres, nuancierteres Geschmacksbild.
Koffeingehalt
Je nach Bohne und Verhältnis enthält Cold Brew oft eine höhere Koffeinmenge über die gesamte Tasse, vor allem wenn das Konzentrat nicht oder nur wenig verdünnt wird. Flash Brew schneidet meist mit klassischem Koffeingehalt einer regulären Tasse Kaffee ab, da die Extraktion heißer und schneller erfolgt und das Getränk stark verdünnt wird.
Welche Version passt besser zu dir?
Das hängt ganz von deinen Vorlieben ab. Menschen, die ein mildes, magenfreundliches Getränk mit Betäubungsgeschmack suchen, finden im Cold Brew eine ideale Option – zudem lässt sich das Konzentrat über mehrere Tage im Kühlschrank lagern.
Suchst du hingegen nach intensiven Aromen und bevorzugst fruchtige Noten, ist Flash Brew die bessere Wahl. Diese Methode eignet sich besonders dann, wenn dir exzellente Kaffeesorten zur Verfügung stehen, deren Geschmack du möglichst unverfälscht erleben willst.
Empfohlene Bohnen für beide Methoden
Bei Cold Brew entfalten sich dicht geröstete Arabica-Bohnen mit schokoladigen oder nussigen Noten besonders gut. Sorten aus Brasilien oder Guatemala sind beliebt. Für Flash Brew empfehlen sich hellere Röstungen mit fruchtigen oder floralen Noten aus Kenia, Äthiopien oder Kolumbien. Achte in jedem Fall auf frisch geröstete Bohnen aus transparenter Herkunft – Spezialitätenröstereien bieten hier eine hervorragende Auswahl.
Tipps für das perfekte Kaltgetränk
1. Mahlgrad beachten
Verwende für Cold Brew einen sehr groben Mahlgrad – ähnlich dem für die French Press. Für Flash Brew eignet sich ein mittlerer Mahlgrad wie beim Handfilter. So verhinderst du Überextraktion oder einen trüben Geschmack.
2. Geduld bezahlen sich aus
Cold Brew verlangt Geduld speziell bei der Ziehzeit, bringt aber ein extra weiches, koffeinreiches Ergebnis. Flash Brew hingegen punktet mit Direktheit und aromatischer Frische – hier geht Schnelligkeit vor langem Ziehen.
3. Mit Milch oder Pflanzendrinks variieren
Beide Methoden lassen sich hervorragend mit Hafermilch, Mandelmilch oder sogar mit einem Schuss Sahne abwandeln. Auch Zucker, Sirup oder Vanilleextrakt können Abwechslung bringen.
Fazit: Erfrischung trifft Individualität
Sowohl Cold Brew als auch Flash Brew sind hervorragende Ergänzungen im Repertoire von Kaffeeliebhabern, die besonders in der warmen Jahreszeit auf der Suche nach neuen Genussmomenten sind. Während Cold Brew durch seinen bekömmlichen, weichen und konzentrationsfördernden Einsatz punktet, bietet Flash Brew eine spritzigere Alternative mit hocharomatischer Tiefe.
Am besten: Ausprobieren und die eigene Favoritenmethode entdecken! Mehr zu ausbalancierten Rezeptideen und kreativen Variationen findest du auch im Beitrag über Cold Brew Varianten bei CoffeeLovers.de.
So oder so – diese kalten Kaffeearten bringen garantiert frischen Wind in deinen Alltag und erweitern deinen Kaffeegenuss um eine neue Dimension!

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